Befestigung
Entdecken Sie die Befestigungen des Adlergebirges und der Region Podorlicko
Die Befestigungen im Adlergebirge und in der Region Podorlicko erinnern an eine Zeit, in der Grenzen keine Selbstverständlichkeit waren und die Landschaft die Spuren der Vorbereitungen zur Grenzverteidigung trug. Infanteriebunker, Bunker sowie umfangreichere Festungssysteme wirken heute still, doch sie sprechen weiterhin deutlich von ihrer Geschichte. Viele von ihnen sind für die Öffentlichkeit zugänglich und dokumentieren die Militärarchitektur, aber auch Ereignisse, die die Vergangenheit unseres Landes geprägt haben.
Festung Bouda
Die Festung Bouda ist eine von fünf baulich fertiggestellten Artilleriefestungen des tschechoslowakischen Festungssystems, das seit 1935 errichtet wurde, und die einzige, die heute in ihrer ursprünglichen Gestalt und in vollem Umfang der Öffentlichkeit zugänglich ist. Seit 1995 steht sie auf der Liste der Kulturdenkmäler der Tschechischen Republik. Sie befindet sich in einem Waldmassiv oberhalb der Gemeinden Těchonín, Lichkov und Dolní Boříkovice. Der Komplex besteht aus fünf Stahlbetonobjekten, die durch ein System unterirdischer Verbindungsgänge und weitläufiger Hallen miteinander verbunden sind.
Festung Hanička
Die Festung Hanička, erbaut in den Jahren 1936–1938 als Teil der tschechoslowakischen Grenzbefestigung, ist eines der interessantesten militärhistorischen Denkmäler im Adlergebirge. Im Jahr 2007 wurde die Festung zum Kulturdenkmal erklärt. Hanička bietet Einblicke in unterirdische Gänge und Säle, die bis zu 36 Meter unter die Erde reichen und sich über eine Länge von 1,5 km erstrecken. Die Oberflächenobjekte und ein Teil der Eingangsausstellung widmen sich der Vorkriegszeit und zeigen, wie es in der Zeit des Wartens auf den Feind aussah.
Festung Skutina
Die Festung Skutina ist eines der größten militärhistorischen Denkmäler im Adlergebirge. Sie wurde in den Jahren 1935–1938 als Teil der tschechoslowakischen Grenzbefestigung errichtet. Geplant waren hier sechs Objekte. Am interessantesten ist der rekonstruierte Infanteriebunker N-S 48 mit dem Decknamen U Stodol, der über einen Treppen- und Aufzugsschacht mit einer Tiefe von 36 Metern verfügt sowie die Möglichkeit bietet, den Kommandantenraum, den Funkerraum, die Mannschaftsunterkünfte und weitere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.